Wenn ich demnach von einer cosmologiſchen Idee zum voraus einſehen koͤnte, daß, auf welche Seite des Unbedingten der regreſſiven Syntheſis der Erſcheinungen ſie ſich auch ſchluͤge, ſo wuͤrde ſie doch vor einen ieden Verſtandesbegriff entweder zu groß oder zu klein ſeyn, ſo wuͤrde ich begreifen: daß, da iene doch es nur mit einem Gegenſtande der Erfahrung zu thun hat, welche einem moͤglichen Verſtandesbegriffe angemeſſen ſeyn ſoll, ſie ganz leer und ohne Bedeutung ſeyn muͤſſe, weil ihr der Gegenſtand nicht anpaßt, ich mag ihn derſelben bequemen, wie ich will. Und dieſes iſt wirklich der Fall mit allen Weltbegriffen, welche auch, eben um deswillen, die Vernunft, ſo lange ſie ihnen anhaͤngt, in eine unvermeidliche Antinomie verwickeln. Denn nehmt
Erſtlich an: die Welt habe keinen Anfang, ſo iſt ſie vor euren Begriff zu groß; denn dieſer, welcher in einem ſucceſſiven Regreſſus beſteht, kan die ganze verfloſſene Ewigkeit niemals erreichen. Setzet: ſie habe einen Anfang, ſo iſt ſie wiederum vor euren Verſtandesbegriff, in dem nothwendigen empiriſchen Regreſſus zu