Iſt aber, eurer Meinung nach, alles, was zur Welt (es ſey als Bedingt oder als Bedingung) gehoͤret, zufaͤllig: ſo iſt iede euch gegebene Exiſtenz vor euren Begriff zu klein. Denn ſie noͤthigt euch, euch noch immer nach einer andern Exiſtenz umzuſehen, von der ſie abhaͤngig iſt.
Wir haben in allen dieſen Faͤllen geſagt: daß die Weltidee vor den empiriſchen Regreſſus, mithin ieden moͤglichen Verſtandesbegriff entweder zu groß, oder auch vor denſelben zu klein ſey. Warum haben wir uns nicht umgekehrt ausgedruͤckt und geſagt: daß, im erſteren Falle, der empiriſche Begriff vor die Idee iederzeit zu klein, im zweiten aber zu groß ſey und mithin gleichſam die Schuld auf dem empiriſchen Regreſſus hafte, an ſtatt, daß wir die cosmologiſche Idee anklageten, daß ſie im Zuviel oder Zuwenig von ihrem Zwecke, nemlich der moͤglichen Erfahrung abwich? Der Grund war dieſer. Moͤgliche Erfahrung iſt das, was unſeren Begriffen allein Realitaͤt geben kan; ohne das iſt aller Begriff nur Idee, ohne Wahrheit und Beziehung auf einen Gegenſtand. Daher war der moͤgliche empiriſche Begriff das Richtmaas, wornach die Idee beurtheilt werden mußte, ob ſie bloſſe Idee und Gedankending ſey, oder in der Welt ihren Gegenſtand antreffe. Denn man ſagt nur von demienigen, daß es verhaͤltnißweiſe auf etwas anderes zu groß oder zu klein ſey, was nur um dieſes lezteren willen angenommen wird, und darnach eingerichtet ſeyn muß. Zu dem Spielwerke der al