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IV. Abſch. Von der Aufloͤſung aller Aufgaben ꝛc. Erſcheinungen der Natur muß uns indeſſen vieles ungewiß und manche Frage unaufloͤslich bleiben, weil das, was wir von der Natur wiſſen, zu dem, was wir erklaͤren ſollen, bey weitem nicht in allen Faͤllen zureichend iſt. Es fraͤgt ſich nun: ob in der Transſcendentalphiloſophie irgend eine Frage, die ein der Vernunft vorgelegtes Obiect betrift, durch eben dieſe reine Vernunft unbeantwortlich ſey und ob man ſich ihrer entſcheidenden Beantwortung dadurch mit Recht entziehen koͤnne, daß man’es, als ſchlechthin ungewiß (aus allen dem, was wir erkennen koͤnnen) demienigen beyzaͤhlt, wovon wir zwar ſo viel Begriff haben, um eine Frage aufzuwerfen, es uns aber gaͤnzlich an Mitteln oder am Vermoͤgen fehlt, ſie iemals zu beantworten.

Ich behaupte nun, daß die Transſcendentalphiloſophie unter allem ſpeculativen Erkentniß dieſes Eigenthuͤmliche habe: daß gar keine Frage, welche einen der reinen Vernunft gegebenen Gegenſtand betrift, vor eben dieſelbe menſchliche Vernunft unaufloͤslich ſey und daß kein Vorſchuͤtzen einer unvermeidlichen Unwiſſenheit und unergruͤndlicher Tiefe der Aufgabe von der Verbindlichkeit frey ſprechen koͤnne, ſie gruͤndlich und vollſtaͤndig zu beantworten; weil eben derſelbe Begriff, der uns in den Stand ſezt zu fragen, durchaus uns auch tuͤchtig machen muß, auf dieſe Frage zu antworten, indem der Gegenſtand auſſer dem Begriffe gar nicht angetroffen wird (wie bey Recht und Unrecht).

Es