Es ſind aber in der Transſcendentalphiloſophie keine andere, als nur die cosmologiſche Fragen, in Anſehung deren man mit Recht eine genugthuende Antwort, die die Beſchaffenheit des Gegenſtandes betrift, fodern kan, ohne daß dem Philoſophen erlaubt iſt, ſich derſelben dadurch zu entziehen, daß er undurchdringliche Dunkelheit vorſchuͤtzt, und dieſe Fragen koͤnnen nur cosmologiſche Ideen betreffen. Denn der Gegenſtand muß empiriſch gegeben ſeyn und die Frage geht nur auf die Angemeſſenheit deſſelben mit einer Idee. Iſt der Gegenſtand transſcendental und alſo ſelbſt unbekant, z. B. ob das Etwas, deſſen Erſcheinung (in uns ſelbſt) das Denken iſt (Seele) ein an ſich einfaches Weſen ſey, ob es eine Urſache aller Dinge insgeſamt gebe. die ſchlechthin nothwendig iſt u. ſ. w., ſo ſollen wir zu unſerer Idee einen Gegenſtand ſuchen, von welchem wir geſtehen koͤnnen, daß er uns unbekant, aber deswegen doch nicht unmoͤglich ſey*). Die cosmo
- *)
- Man kan
zwar auf die Frage, was ein transſcendentaler Gegenſtand vor eine
Beſchaffenheit habe, keine Antwort
geben, nemlich was er ſey, aber wol daß die Frage ſelbſt nichts ſey, darum, weil kein Gegenſtand
derſelben gegeben worden. Daher
ſind alle Fragen der transſcendentalen Seelenlehre auch beantwortlich und
wirklich beantwortet; denn ſie betreffen das
transſc. Subiect aller inneren
Erſcheinungen, welches ſelbſt nicht Erſcheinung
iſt und alſo nicht als Gegenſtand gegeben iſt, und worauf
keine der Categorien (auf welche doch
eigentlich die Frage geſtellt↩