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Elementarl. II. Th. II. Abth. II. Buch. II. Hauptſt. Menſchheit keine Befriedigung verſchaffen. Selbſt die eigentliche Wuͤrde der Mathematik (dieſes Stolzes der menſchlichen Vernunft) beruhet darauf: daß, da ſie der Vernunft die Leitung giebt, die Natur im Groſſen ſowol als im Kleinen in ihrer Ordnung und Regelmaͤßigkeit, imgleichen in der bewundernswuͤrdigen Einheit der ſie bewegenden Kraͤfte, weit uͤber alle Erwartung der auf gemeine Erfahrung bauenden Philoſophie einzuſehen, ſie dadurch ſelbſt zu dem uͤber alle Erfahrung erweiterten Gebrauch der Vernunft, Anlaß und Aufmunterung giebt, imgleichen die damit beſchaͤftigte Weltweisheit mit den vortreflichſten Materialien verſorgt, ihre Nachforſchung, ſo viel deren Beſchaffenheit es erlaubt, durch angemeſſene Anſchauungen zu unterſtuͤtzen.

Ungluͤcklicher Weiſe vor die Speculation (vielleicht aber zum Gluͤck vor die practiſche Beſtimmung des Menſchen) ſiehet ſich die Vernunft, mitten unter ihren groͤſſeſten Erwartungen, in einem Gedraͤnge von Gruͤnden und Gegengruͤnden ſo befangen, daß, da es ſowol ihrer Ehre, als auch ſogar ihrer Sicherheit wegen nicht thunlich iſt, ſich zuruͤck zu ziehen, und dieſem Zwiſt als einem bloſſen Spielgefechte gleichguͤltig zuzuſehen, noch weniger ſchlechthin Friede zu gebieten, weil der Gegenſtand des Streits ſehr intereſſirt, ihr nichts weiter uͤbrig bleibt, als uͤber den Urſprung dieſer Veruneinigung der Vernunft mit ſich ſelbſt nachzuſinnen, ob nicht etwa ein bloſſer Mißverſtand daran Schuld ſey, nach deſſen Eroͤrterung zwar

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