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ben Bedeutung muß etwas als Bedingung angeſehen werden, in welcher die Relation des Bedingten zu ſeiner Bedingung in der Reihe genommen wurde, die auf dieſe hoͤchſte Bedingung in continuirlichem Fortſchritte fuͤhren ſollte. Iſt nun dieſes Verhaͤltniß ſinnlich und gehoͤrt zum moͤglichen empiriſchen Verſtandesgebrauch, ſo kan die oberſte Bedingung oder Urſache nur nach Geſetzen der Sinnlichkeit, mithin nur als zur Zeitreihe gehoͤrig den Regreſſus beſchlieſſen, und das nothwendige Weſen muß als das oberſte Glied der Weltreihe angeſehen werden.

Gleichwol hat man ſich die Freiheit genommen, einen ſolchen Abſprung (μεταβασις ἐις ἀλλο γενος) zu thun. Man ſchloß nemlich aus den Veraͤnderungen in der Welt auf die empiriſche Zufaͤlligkeit, d. i. die Abhaͤngigkeit derſelben von empiriſchbeſtimmenden Urſachen und bekam eine aufſteigende Reihe empiriſcher Bedingungen, welches auch ganz Recht war. Da man aber hierin keinen erſten Anfang und kein oberſtes Glied finden konte, ſo gieng man ploͤtzlich vom empiriſchen Begriff der Zufaͤlligkeit ab und nahm die reine Categorie, welche alsdenn eine blos intelligibele Reihe veranlaßte, deren Vollſtaͤndigkeit auf dem Daſeyn einer ſchlechthinnothwendigen Urſache beruhete, die nunmehr, da ſie an keine ſinnliche Bedingungen gebunden war, auch von der Zeitbedingung, ihre Cauſſalitaͤt ſelbſt anzufangen, befreiet wurde. Dieſes Verfahren iſt aber ganz widerrechtlich, wie man aus folgenden ſchlieſſen kan.

Zufaͤllig, im reinen Sinne der Categorie, iſt das, deſſen contradictoriſches Gegentheil moͤglich iſt. Nun kan man aus der empiriſchen Zufaͤlligkeit auf iene intelligibele gar nicht ſchlieſſen. Was veraͤndert wird, deſſen Gegen

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