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Die zweite dialectiſche Behauptung hat das beſondere an ſich: daß ſie eine dogmatiſche Behauptung wider ſich hat, die unter allen vernuͤnftelnden die einzige iſt, welche ſich unternimt, an einem Gegenſtande der Erfahrung die Wirklichkeit deſſen, was wir oben blos zu transſcendentalen Ideen rechneten, nemlich die abſolute Simplicitaͤt der Subſtanz, augenſcheinlich zu beweiſen: nemlich daß der Gegenſtand des inneren Sinnes, das Ich, was da denkt, eine ſchlechthin einfache Subſtanz ſey. Ohne mich hierauf iezt einzulaſſen, (da es oben ausfuͤhrlicher erwogen iſt) ſo bemerke ich nur: daß wenn etwas blos als Gegenſtand gedacht wird, ohne irgend eine ſynthetiſche Beſtimmung ſeiner Anſchauung hinzu zu ſetzen, (wie denn dieſes durch die ganz nackte Vorſtellung: Ich, geſchieht) ſo koͤnne freilich nichts Mannigfaltiges und keine Zuſammenſetzung in einer ſolchen Vorſtellung wahrgenommen werden. Da uͤberdem die Praͤdicate, wodurch ich dieſen Gegenſtand denke, blos Anſchauungen des inneren Sinnes ſeyn, ſo kan darin auch nichts vorkommen, welches ein Mannigfaltiges auſſerhalb einander, mithin reale Zuſammenſetzung bewieſe. Es bringt alſo nur das Selbſtbewuſtſeyn es ſo mit ſich, daß, weil das Subiect, welches denkt, zugleich ſein eigen Obiect iſt, es ſich ſelber nicht theilen kan (obgleich die ihm inhaͤrirende Beſtimmungen); denn in Anſehung ſeiner Selbſt iſt ieder Gegenſtand abſolute Einheit. Nichts deſtoweniger, wenn dieſes Subiect aͤuſſerlich, als ein Gegenſtand der Anſchauung, betrachtet wird, ſo wuͤrde es doch wol Zuſammenſetzung in der Erſcheinung an ſich zeigen. So muß es aber iederzeit betrachtet werden, wenn man wiſſen will, ob in ihm ein Mannigfaltiges auſſerhalb einander ſey oder nicht.

Der