chicanirt, es darum geſchehe, weil ſie vergißt: daß es in dieſer Frage nur um Erſcheinungen und deren Bedingung zu thun ſey. Hier iſt es aber nicht genug, zum reinen Verſtandesbegriffe des Zuſammengeſezten den Begriff des Einfachen, ſondern zur Anſchauung des Zuſammengeſezten (der Materie) die Anſchauung des Einfachen zu finden, und dieſes iſt nach Geſetzen der Sinnlichkeit, mithin auch bey Gegenſtaͤnden der Sinne gaͤnzlich unmoͤglich. Es mag alſo von einem Ganzen aus Subſtanzen, welches blos durch den reinen Verſtand gedacht wird, immer gelten: daß wir vor aller Zuſammenſetzung deſſelben, das Einfache haben muͤſſen, ſo gilt dieſes doch nicht vom totum ſubſtantiale phaenomenon, welches, als empiriſche Anſchauung im Raume, die nothwendige Eigentſchaft bey ſich fuͤhrt: daß kein Theil deſſelben einfach iſt, darum, weil kein Theil des Raumes einfach iſt. Indeſſen ſind die Monadiſten fein genug geweſen, dieſer Schwierigkeit dadurch ausweichen zu wollen: daß ſie nicht den Raum als eine Bedingung der Moͤglichkeit der Gegenſtaͤnde aͤuſſerer Anſchauung (Coͤrper), ſondern dieſe, und das dynamiſche Verhaͤltniß der Subſtanzen uͤberhaupt, als die Bedingung der Moͤglichkeit des Raumes vorausſetzen. Nun haben wir von Coͤrpern nur als Erſcheinungen einen Begriff, als ſolche aber ſetzen ſie den Raum als die Bedingung der Moͤglichkeit aller aͤuſſeren Erſcheinung nothwendig voraus, und die Ausflucht iſt alſo vergeblich, wie ſie denn auch oben in der transſcendentalen Aeſthetik hinreichend iſt abgeſchnitten worden. Waͤren ſie Dinge an ſich ſelbſt, ſo wuͤrde der Beweis der Monadiſten allerdings gelten.