II. Anmerkung zur Antitheſis.
Wider dieſen Satz einer unendlichen Theilung der Materie, deſſen Beweisgrund blos mathematiſch iſt, werden von den Monadiſten Einwuͤrfe vorgebracht, welche ſich dadurch ſchon verdaͤchtig machen: daß ſie die klaͤreſte mathematiſche Beweiſe nicht vor Einſichten in die Beſchaffenheit des Raumes, ſo fern er in der That die formale Bedingung der Moͤglichkeit aller Materie iſt, wollen gelten laſſen, ſondern ſie nur als Schluͤſſe aus abſtracten aber willkuͤhrlichen Begriffen anſehen, die auf wirkliche Dinge nicht bezogen werden koͤnten. Gleich als wenn es auch nur moͤglich waͤre, eine andere Art der Anſchauung zu erdenken, als die in der urſpruͤnglichen Anſchauung des Raumes gegeben wird, und die Beſtimmungen deſſelben a priori nicht zugleich alles dasienige betraͤfen, was dadurch allein moͤglich iſt, daß es dieſen Raum erfuͤllet. Wenn man ihnen Gehoͤr giebt: ſo muͤßte man, auſſer dem mathematiſchen Puncte, der einfach, aber kein Theil, ſondern blos die Graͤnze eines Raums iſt, ſich noch phyſiſche Puncte denken, die zwar auch einfach ſind, aber den Vorzug haben, als Theile des Raums, durch ihre bloſſe Aggregation denſelben zu erfuͤllen. Ohne nun hier die gemeine und klare Widerlegungen dieſer Ungereimtheit, die man in Menge antrift, zu wiederhohlen, wie es denn gaͤnzlich umſonſt iſt, durch blos discurſive Begriffe die Evidenz der Mathematik weg vernuͤnfteln zu wollen, ſo bemerke ich nur: daß, wenn die Philoſophie hier mit der Mathematik