Aus Wahrnehmungen kan nun, entweder durch ein bloſſes Spiel der Einbildung, oder auch vermittelſt der Erfahrung, Erkentniß der Gegenſtaͤnde erzeugt werden. Und da koͤnnen allerdings truͤgliche Vorſtellungen entſpringen, denen die Gegenſtaͤnde nicht entſprechen und wobey die Taͤuſchung bald einem Blendwerke der Einbildung, (im Traume) bald einem Fehltritte der Urtheilskraft (beym ſogenanten Betruge der Sinne) beyzumeſſen iſt. Um nun hierin dem falſchen Scheine zu entgehen, verfaͤhrt man nach der Regel: Was mit einer Wahrnehmung nach empiriſchen Geſetzen zuſammenhaͤngt, iſt wirklich. Allein dieſe Taͤuſchung ſowol, als die Verwahrung wider dieſelbe, trift eben ſowol den Idealism als den Dualism, indem es dabey nur um die Form der Erfahrung zu thun iſt. Den empiriſchen Idealismus, als eine falſche Bedenklichkeit wegen der obiectiven Realitaͤt unſerer aͤuſſeren Wahrnehmungen, zu widerlegen, iſt ſchon hinreichend: daß aͤuſſere Wahrnehmung eine Wirklichkeit im