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I. Hauptſt. V. d. Paralogismen d. r. Vernunft.

Nun ſind alle aͤuſſere Erſcheinungen von der Art: daß ihr Daſeyn nicht unmittelbar wahrgenommen, ſondern auf ſie, als die Urſache gegebener Wahrnehmungen, allein geſchloſſen werden kan:

Alſo iſt das Daſeyn aller Gegenſtaͤnde aͤuſſerer Sinne zweifelhaft. Dieſe Ungewißheit nenne ich die Idealitaͤt aͤuſſerer Erſcheinungen und die Lehre dieſer Idealitaͤt heißt der Idealism, in Vergleichung mit welchem die Behauptung einer moͤglichen Gewißheit von Gegenſtaͤnden aͤuſſerer Sinne, der Dualism genent wird.

Critik des vierten Paralogisms der transſcendentalen Pſychologie.

Zuerſt wollen wir die Praͤmiſſen der Pruͤfung unterwerfen. Wir koͤnnen mit Recht behaupten, daß nur dasienige, was in uns ſelbſt iſt, unmittelbar wahrgenommen werden koͤnne, und daß meine eigene Exiſtenz allein der Gegenſtand einer bloſſen Wahrnehmung ſeyn koͤnne. Alſo iſt das Daſeyn eines wirklichen Gegenſtandes auſſer mir (wenn dieſes Wort in intellectueller Bedeutung genommen wird) niemals gerade zu in der Wahrnehmung gegeben, ſondern kan nur zu dieſer, welche eine Modification des inneren Sinnes iſt, als aͤuſſere Urſache derſelben hinzu gedacht und mithin geſchloſſen werden. Daher auch Carteſius mit Recht alle Wahrnehmung in der engſten Bedeutung auf den Satz einſchraͤnkte: Ich (als ein

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