Generating file ...

I. Hauptſt. V. d. Paralogismen d. r. Vernunft. ob man gleich dieſem Cardinalſatze der rationalen Seelenlehre, in der reinen Bedeutung eines bloſſen Vernunfturtheils, (aus reinen Categorien), alle obiective Guͤltigkeit einraͤumt, (alles, was denkt, iſt einfache Subſtanz), dennoch nicht der mindeſte Gebrauch von dieſem Satze, in Anſehung der Ungleichartigkeit, oder Verwandſchaft derſelben mit der Materie, gemacht werden koͤnne: ſo wird dieſes eben ſo viel ſeyn, als ob ich dieſe vermeintliche pſychologiſche Einſicht in das Feld bloſſer Ideen verwieſen haͤtte, denen es an Realitaͤt des obiectiven Gebrauchs mangelt.

Wir haben in der transſcendentalen Aeſthetik unlaͤugbar bewieſen: daß Coͤrper bloſſe Erſcheinungen unſeres aͤuſſeren Sinnes, und nicht Dinge an ſich ſelbſt ſind. Dieſem gemaͤß koͤnnen wir mit Recht ſagen: daß unſer denkendes Subiect nicht koͤrperlich ſey, das heißt: daß, da es als Gegenſtand des inneren Sinnes von uns vorgeſtellet wird, es, in ſo fern als es denkt, kein Gegenſtand aͤuſſerer Sinne, d. i. keine Erſcheinung im Raume ſeyn koͤnne. Dieſes will nun ſo viel ſagen: es koͤnnen uns niemals unter aͤuſſeren Erſcheinungen denkende Weſen, als ſolche, vorkommen, oder, wir koͤnnen ihre Gedanken, ihr Bewuſtſeyn, ihre Begierden ꝛc nicht aͤuſſerlich anſchauen; denn dieſes gehoͤrt alles vor den innern Sinn. In der That ſcheint dieſes Argument auch das natuͤrliche und populaͤre, worauf ſelbſt der gemeinſte Verſtand von

ie
Z 3