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I. Hauptſt. V. d. Paralogismen d. r. Vernunft. chen Folgerungen der vernuͤnftelnden Seelenlehre, als z. B. die immerwaͤhrende Dauer derſelben bey allen Veraͤnderungen und ſelbſt dem Tode des Menſchen lehren koͤnne, daß er alſo nur eine Subſtanz in der Idee, aber nicht in der Realitaͤt bezeichne.

Zweiter Paralogism der Simplicitaͤt.

Dasienige Ding, deſſen Handlung niemals als die Concurrenz vieler handelnden Dinge angeſehen werden kan, iſt einfach.

Nun iſt die Seele, oder das denkende Ich, ein ſolches: Alſo ꝛc.

Critik des zweiten Paralogisms der transſcendentalen Pſychologie.

Dies iſt der Achilles aller dialectiſchen Schluͤſſe der reinen Seelenlehre, nicht etwa blos ein ſophiſtiſches Spiel, welches ein Dogmatiker erkuͤnſtelt, um ſeinen Behauptungen einen fluͤchtigen Schein zu geben, ſondern ein Schluß, der ſogar die ſchaͤrfſte Pruͤfung und die groͤßte Bedenklichkeit des Nachforſchens auszuhalten ſcheint. Hier iſt er.

Eine iede zuſammengeſezte Subſtanz iſt ein Aggregat vieler, und die Handlung eines Zuſammengeſezten, oder das, was ihm, als einem ſolchen, inhaͤrirt, iſt ein Aggregat vieler Handlungen oder Accidenzen, welche unter der Menge der Subſtanzen vertheilt ſind. Nun iſt zwar eine Wirkung, die aus der Concurrenz vieler handelnden

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