I. Hauptſt. V. d.
Paralogismen d. r. Vernunft.
les Eingebildete abſondert, lediglich darauf
hinauslaufen: wie in einem denkenden Subiect
uͤberhaupt, aͤuſſere Anſchauung,
nemlich die des Raumes (einer Erfuͤllung
deſſelben Geſtalt und Bewegung) moͤglich ſey.
Auf dieſe Frage aber iſt es keinem Menſchen
moͤglich eine Antwort zu finden, und man kan
dieſe Luͤcke unſeres Wiſſens niemals
ausfuͤllen, ſondern nur dadurch bezeichnen, daß
man die aͤuſſere Erſcheinungen einem
transſcendentalen Gegenſtande zuſchreibt,
welcher die Urſache dieſer Art Vorſtellungen iſt,
den wir aber gar nicht kennen, noch iemals
einigen Begriff von ihm bekommen werden. In
allen Aufgaben, die im Felde der
Erfahrung vorkommen moͤgen, behandeln wir iene
Erſcheinungen als Gegenſtaͤnde an ſich ſelbſt, ohne
uns um den erſten Grund ihrer
Moͤglichkeit (als
Erſcheinungen) zu bekuͤmmern. Gehen wir aber
uͤber deren Graͤnze hinaus, ſo wird der Begriff
eines transſcendentalen GegenſtandesGegenſt andes
nothwendig.
Von dieſen Erinnerungen, uͤber die Gemeinſchaft
zwiſchen dem denkenden und den
ausgedehnten Weſen, iſt die Entſcheidung aller
Streitigkeiten oder Einwuͤrfe, welche den
Zuſtand der denkenden Natur vor dieſer
Gemeinſchaft (dem Leben), oder nach
aufgehobener ſolchen Gemeinſchaft (im Tode)
betreffen, eine unmittelbare Folge. Die Meinung, daß das denkende Subiect vor
aller Gemeinſchaft mit Coͤrpern habe denken
koͤnnen, wuͤrde ſich ſo ausdruͤcken: daß vor
dem Anfange dieſer Art der Sinnlichkeit, wodurch uns