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I. Hauptſt. V. d. Paralogismen d. r. Vernunft. ten. Wenn ich nun aber durch bloſſe Categorie ſage: die Seele iſt eine einfache Subſtanz, ſo iſt klar, daß da der nakte Verſtandesbegriff von Subſtanz nichts weiter enthaͤlt, als daß ein Ding, als Subiect an ſich, ohne wiederum Praͤdicat von einem andern zu ſeyn, vorgeſtellt werden ſolle, daraus nichts von Beharrlichkeit folge, und das Attribut des Einfachen dieſe Beharrlichkeit gewiß nicht hinzuſetzen koͤnne, mithin man dadurch uͤber das, was die Seele bey den Weltveraͤnderungen treffen koͤnne, nicht im mindeſten unterrichtet werde. Wuͤrde man uns ſagen koͤnnen, ſie iſt ein einfacher Theil der Materie, ſo wuͤrden wir von dieſer, aus dem, was Erfahrung von ihr lehrt, die Beharrlichkeit und, mit der einfachen Natur zuſammen, die Unzerſtoͤhrlichkeit derſelben ableiten koͤnnen. Davon ſagt uns aber der Begriff des Ich, in dem pſychologiſchen Grundſatze (Ich denke), nicht ein Wort.

Daß aber das Weſen, welches in uns denkt, durch reine Categorien und zwar dieienige, welche die abſolute Einheit unter iedem Titel derſelben ausdruͤcken, ſich ſelbſt zu erkennen vermeine, ruͤhrt daher. Die Apperception iſt ſelbſt der Grund der Moͤglichkeit der Categorien, welche ihrer Seits nichts anders vorſtellen, als die Syntheſis des Mannigfaltigen der Anſchauung, ſo fern daſſelbe in der Apperception Einheit hat. Daher iſt das Selbſtbewuſtſeyn uͤberhaupt die Vorſtellung desienigen, was die Bedingung aller Einheit, und doch ſelbſt unbedingt iſt. Man kan daher von dem denkenden Ich, (Seele) das ſich als

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