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I. Hauptſt. V. d. Paralogismen d. r. Vernunft. druͤckt: Ich denke, geben koͤnne. Denn dieſes Ich iſt das erſte Subiect, d. i. Subſtanz, es iſt einfach ꝛc. Dieſes muͤßten aber alsdenn lauter Erfahrungsſaͤtze ſeyn, die gleichwol ohne eine allgemeine Regel, welche die Bedingungen der Moͤglichkeit zu denken uͤberhaupt und a priori ausſagte, keine dergleichen Praͤdicate (welche nicht empiriſch ſeyn) enthalten koͤnte. Auf ſolche Weiſe wird mir meine anfaͤnglich ſo ſcheinbare Einſicht, uͤber der Natur eines denkenden Weſens, und zwar aus lauter Begriffen zu urtheilen, verdaͤchtig, ob ich gleich den Fehler derſelben noch nicht entdekt habe.

Allein, das weitere Nachforſchen hinter den Urſprung dieſer Attribute, die ich Mir, als einem denkenden Weſen uͤberhaupt, beylege, kann dieſen Fehler aufdecken. Sie ſind nichts mehr als reine Categorien, wodurch ich niemals einen beſtimten Gegenſtand, ſondern nur die Einheit der Vorſtellungen, um einen Gegenſtand derſelben zu beſtimmen, denke. Ohne eine zum Grunde liegende Anſchauung kan die Categorie allein mir keinen Begriff von einem Gegenſtande verſchaffen; denn nur durch Anſchauung wird der Gegenſtand gegeben, der hernach der Categorie gemaͤß gedacht wird. Wenn ich ein Ding vor eine Subſtanz in der Erſcheinung erklaͤre, ſo muͤſſen mir vorher Praͤdicate ſeiner Anſchauung gegeben ſeyn, an denen ich das Beharrliche vom Wandelbaren und das Subſtratum (Ding ſelbſt) von demienigen, was ihm blos anhaͤngt,

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