Generating file ...

Elementarl. II. Th. II. Abth. II. Buch. dern, daß er allein in der Form fehle und Paralogism genant werden muͤſſe.

Weil ferner die einzige Bedingung, die alles Denken begleitet, das Ich, in dem allgemeinen Satze Ich denke, iſt, ſo hat die Vernunft es mit dieſer Bedingung, ſo fern ſie ſelbſt unbedingt iſt, zu thun. Sie iſt aber nur die formale Bedingung, nemlich die logiſche Einheit eines ieden Gedanken, bey dem ich von allem Gegenſtande abſtrahire, und wird gleichwol als ein Gegenſtand, den ich denke, nemlich: Ich ſelbſt und die unbedingte Einheit deſſelben vorgeſtellet.

Wenn mir iemand uͤberhaupt die Frage aufwuͤrfe: von welcher Beſchaffenheit iſt ein Ding, welches denkt? ſo weis ich darauf a priori nicht das mindeſte zu antworten, weil die Antwort ſynthetiſch ſeyn ſoll (denn eine analytiſche erklaͤrt vielleicht wol das Denken, aber giebt keine erweiterte Erkentniß von demienigen, worauf dieſes Denken ſeiner Moͤglichkeit nach beruht. Zu ieder ſynthetiſchen Aufloͤſung aber wird Anſchauung erfordert, die in der ſo allgemeinen Aufgabe gaͤnzlich weggelaſſen worden. Eben ſo kan niemand die Frage in ihrer Allgemeinheit beantworten: was wol das vor ein Ding ſeyn muͤſſe, welches beweglich iſt? Denn die undurchdringliche Ausdehnung (Materie) iſt alsdenn nicht gegeben. Ob ich nun zwar allgemein auf iene Frage keine Antwort weis: ſo ſcheint es mir doch, daß ich ſie im einzelnen Falle, in dem Satze, der das Selbſtbewuſtſeyn aus

druͤckt: