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Elementarl. II. Th. II. Abth. I. Buch. nunft eigentlich die ganze Abſicht iſt, und die Annaͤherung zu einem Begriffe, der aber in der Ausuͤbung doch niemals erreicht wird, eben ſo viel iſt, als ob der Begriff ganz und gar verfehler wuͤrde, ſo heißt es von einem dergleichen Begriffe: er iſt nur eine Idee. So wuͤrde man ſagen koͤnnen: das abſolute Ganze aller Erſcheinungen iſt nur eine Idee, denn, da wir dergleichen niemals im Bilde entwerfen koͤnnen, ſo bleibt es ein Problem ohne alle Aufloͤſung. Dagegen, weil es im practiſchen Gebrauch des Verſtandes ganz allein um die Ausuͤbung nach Regeln zu thun iſt, ſo kan die Idee der practiſchen Vernunft iederzeit wirklich, ob zwar nur zum Theil, in concreto gegeben werden, ia ſie iſt die unentbehrliche Bedingung iedes practiſchen Gebrauchs der Vernunft. Ihre Ausuͤbung iſt iederzeit begraͤnzt und mangelhaft, aber unter nicht beſtimbaren Graͤnzen, alſo iederzeit unter dem Einfluſſe des Begriffs einer abſoluten Vollſtaͤndigkeit. Demnach iſt die practiſche Idee iederzeit hoͤchſt fruchtbar und in Anſehung der wirklichen Handlungen unumgaͤnglich nothwendig. In ihr hat die reine Vernunft ſogar Cauſſalitaͤt, das wirklich hervorzubringen, was ihr Begriff enthaͤlt, daher kan man von der Weisheit nicht gleichſam geringſchaͤtzig ſagen: ſie iſt nur eine Idee, ſondern eben darum, weil ſie die Idee von der nothwendigen Einheit aller moͤglichen Zwecke iſt, ſo muß ſie allem Practiſchen als urſprungliche, zum wenigſten einſchraͤnkende, Bedingung zur Regel dienen.

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