Von dieſen transſcendentalen Ideen iſt eigentlich keine obiective Deduction moͤglich, ſo wie wir ſie von den Categorien liefern konten. Denn in der That haben ſie keine Beziehung auf irgend ein Obiect, was ihnen congruent gegeben werden koͤnte, eben darum, weil ſie nur Ideen ſind. Aber eine ſubiective Ableitung derſelben aus der Natur unſerer Vernunft konten wir unternehmen und die iſt im gegenwaͤrtigen Hauptſtuͤcke auch geleiſtet worden.
Man ſieht leicht: daß die reine Vernunft nichts anders zur Abſicht habe, als die abſolute Totalitaͤt der Syntheſis auf der Seite der Bedingungen (es ſey der Inhaͤrenz, oder der Dependenz, oder der Concurrenz) und daß ſie mit der abſoluten Vollſtaͤndigkeit von Seiten des Bedingten nichts zu ſchaffen habe. Denn nur allein iener bedarf ſie, um die ganze Reihe der Bedingungen vorauszuſetzen, und ſie dadurch dem Verſtande a priori zu geben. Iſt aber eine vollſtaͤndig (und unbedingt) gegebene Bedingung einmal da, ſo bedarf es nicht mehr eines Vernunftbegriffs in Anſehung der Fortſetzung der Reihe; denn der Verſtand thut ieden Schritt abwerts, von der Bedingung zum Bedingten, von ſelber. Auf ſolche Weiſe dienen die transſcendentale Ideen nur zum Aufſteigen in der Reihe der Bedingungen, bis zum Unbedingten, d. i. zu den Principien. In Anſehung des Hinabgehens zum