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Elementarl. II. Th. II. Abth. I. Buch. priori in dem ganzen Umfange ſeiner Bedingung beſtimt wird. Den Satz: Caius iſt ſterblich, koͤnte ich auch blos durch den Verſtand, aus der Erfahrung ſchoͤpfen. Allein ich ſuche einen Begriff, der die Bedingung enthaͤlt, unter welcher das Praͤdicat (Aſſertion uͤberhaupt) dieſes Urtheils gegeben wird, (d. i. hier den Begriff des Menſchen) und nachdem ich unter dieſe Bedingung, in ihrem ganzen Umfange genommen, (alle Menſchen ſind ſterblich) ſubſumirt habe: ſo beſtimme ich darnach. die Erkentniß meines Gegenſtandes (Caius iſt ſterblich).

Demnach reſtringiren wir in der Concluſion eines Vernunftſchluſſes ein Praͤdicat auf einen gewiſſen Gegenſtand, nachdem wir es vorher in dem Oberſatz in ſeinem ganzen Umfange unter einer gewiſſen Bedingung gedacht haben, dieſe vollendete Groͤſſe des Umfanges, in Beziehung auf eine ſolche Bedingung, heißt die Allgemeinheit (Vniverſalitas). Dieſer entſpricht in der Syntheſis der Anſchauungen die Allheit (Vniverſitas) oder Totalitaͤt der Bedingungen. Alſo iſt der transſcendentale Vernunftbegriff kein anderer, als der von der Totalitaͤt der Bedingungen zu einem gegebenen bedingten. Da nun das Unbedingte allein die Totalitaͤt der Bedingungen moͤglich macht und umgekehrt die Totalitaͤt der Bedingungen iederzeit ſelbſt unbedingt iſt: ſo kan ein reiner Vernunftbegriff uͤberhaupt durch den Begriff des Unbedingten, ſo fern er einen Grund der Syntheſis des Bedingten enthaͤlt, erklaͤrt werden.

So