Man wird aber bald inne: daß die Kette, oder Reihe der Proſyllogismen, d. i. der gefolgerten Erkentniſſe auf der Seite der Gruͤnde, oder der Bedingungen zu einem gegebenen Erkentniß, mit andern Worten: die aufſteigende Reihe der Vernunftſchluͤſſe ſich gegen das Vernunftvermoͤgen doch anders verhalten muͤſſe, als die abſteigende Reihe, d. i. der Fortgang der Vernunft auf der Seite des Bedingten durch Epiſyllogismen. Denn, da im erſteren Falle das Erkentniß (concluſio) nur als bedingt gegeben iſt: ſo kan man zu demſelben vermittelſt der Vernunft nicht anders gelangen, als wenigſtens unter der Vorausſetzung: daß alle Glieder der Reihe auf der Seite der Bedingungen gegeben ſind, (Totalitaͤt in der Reihe der Praͤmiſſen) weil nur unter deren Vorausſetzung das vorliegende Urtheil a priori moͤglich iſt; dagegen auf der Seite des Bedingten, oder der Folgerungen, nur eine werden