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II. Abſch. Von den transſcendent. Ideen. ſind die Coͤrper veraͤnderlich, ſo bin ich durch eine Reihe von Bedingungen (Praͤmiſſen) zu einer Erkentniß (Concluſion) gelanget. Nun laͤßt ſich eine iede Reihe, deren Exponent (des categoriſchen oder hypothetiſchen Urtheils) gegeben iſt, fortſetzen, mithin fuͤhrt eben dieſelbe Vernunfthandlung zur ratiocinatio polyſyllogiſtica, welches eine Reihe von Schluͤſſen iſt, die entweder auf die Seite der Bedingungen (per proſyllogismos), oder des Bedingten (per epiſyllogismos), in unbeſtimmte Weiten fortgeſetzet werden kan.

Man wird aber bald inne: daß die Kette, oder Reihe der Proſyllogismen, d. i. der gefolgerten Erkentniſſe auf der Seite der Gruͤnde, oder der Bedingungen zu einem gegebenen Erkentniß, mit andern Worten: die aufſteigende Reihe der Vernunftſchluͤſſe ſich gegen das Vernunftvermoͤgen doch anders verhalten muͤſſe, als die abſteigende Reihe, d. i. der Fortgang der Vernunft auf der Seite des Bedingten durch Epiſyllogismen. Denn, da im erſteren Falle das Erkentniß (concluſio) nur als bedingt gegeben iſt: ſo kan man zu demſelben vermittelſt der Vernunft nicht anders gelangen, als wenigſtens unter der Vorausſetzung: daß alle Glieder der Reihe auf der Seite der Bedingungen gegeben ſind, (Totalitaͤt in der Reihe der Praͤmiſſen) weil nur unter deren Vorausſetzung das vorliegende Urtheil a priori moͤglich iſt; dagegen auf der Seite des Bedingten, oder der Folgerungen, nur eine werden

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