Statt aller dieſer Betrachtungen, deren gehoͤrige Ausfuͤhrung in der That die eigenthuͤmliche Wuͤrde der Philoſophie ausmacht, beſchaͤftigen wir uns iezt mit einer nicht ſo glaͤnzenden, aber doch auch nicht verdienſtloſen Arbeit, nemlich: den Boden zu ienen maieſtaͤtiſchen ſittlichen Gebaͤuden eben und baufeſt zu machen, in welchem ſich allerley Maulwurfsgaͤnge einer vergeblich, aber mit guter Zuverſicht auf Schaͤtze grabenden Vernunft, vorfinden und die ienes Bauwerk unſicher machen. Der transſcendentale Gebrauch der reinen Vernunft, ihre Principien und Ideen ſind es alſo, welche genau zu kennen uns iezt obliegt, um den Einfluß der reinen Vernunft und den Werth derſelben gehoͤrig beſtimmen und ſchaͤtzen zu koͤnnen. Doch ehe ich dieſe vorlaͤufige Einleitung bey Seite lege, erſuche ich dieienige, denen Philoſophie am Hertzen liegt, (welches mehr geſagt iſt als man gemeiniglich antrift) wenn ſie ſich durch dieſes und das Nachfolgende, uͤberzeugt finden ſollten, den Ausdruck Idee ſeiner urſpruͤnglichen Bedeutung nach in Schutz zu nehmen, damit er nicht fernerhin unter die uͤbrige Ausdruͤcke, womit gewoͤhnlich allerley Vorſtellungsarten in ſorgloſer Unordnung bezeichnet werden, gerathe und die Wiſſenſchaft dabey einbuͤſſe. Fehlt es uns doch nicht an Benennungen, die ieder Vorſtellungsart gehoͤrig angemeſſen ſind, ohne daß wir noͤthig haben, in das Eigen