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I. Abſchnitt. Von den Ideen uͤberhaupt. getroffen wuͤrden, und an deren ſtatt nicht rohe Begriffe, eben darum, weil ſie aus Erfahrung geſchoͤpft worden, alle gute Abſicht vereitelt haͤtten. Je uͤbereinſtimmender die Geſetzgebung und Regierung mit dieſer Idee eingerichtet waren, deſto ſeltener wuͤrden allerdings die Strafen werden, und da iſt es denn ganz vernuͤnftig, (wie Plato behauptet) daß bey einer vollkommenen Anordnung derſelben, gar keine dergleichen noͤthig ſeyn wuͤrden. Ob nun gleich das leztere niemals zu Stande kommen mag, ſo iſt die Idee doch ganz richtig, welche dieſer Maximum zum Urbilde aufſtellt, um nach demſelben die geſetzliche Verfaſſung der Menſchen der moͤglich groͤßten Vollkommenheit immer naͤher zu bringen. Denn welches der hoͤchſte Grad ſeyn mag, bey welchem die Menſchheit ſtehen bleiben muͤſſe, und wie groß alſo die Kluft, die zwiſchen der Idee und ihrer Ausfuͤhrung nothwendig uͤbrig bleibt, ſeyn moͤge, das kan und ſoll niemand beſtimmen, eben darum, weil es Freiheit iſt, welche iede angegebene Graͤnze uͤberſteigen kan.

Aber nicht blos in demienigen, wobey die menſchliche Vernunft wahrhafte Cauſſalitaͤt zeigt und wo Ideen wirkende Urſachen (der Handlungen und ihrer Gegenſtaͤnde) werden, nemlich in Sittlichen, ſondern auch in Anſehung der Natur ſelbſt, ſieht Plato mit Recht deutliche Beweiſe ihres Urſprungs aus Ideen. Ein Gewaͤchs, ein Thier, die regelmaͤßige Anordnung des Weltbaues (vermuthlich alſo auch die ganze Naturordnung) zeigen deutlich,

daß