C. Von dem reinen Gebrauche der Vernunft.
Kan man die Vernunft iſoliren und iſt ſie alsdenn noch ein eigener Quell von Begriffen und Urtheilen, die lediglich aus ihr entſpringen, und dadurch ſie ſich auf Gegenſtaͤnde bezieht, oder iſt ſie ein blos ſubalternes Vermoͤgen, gegebenen Erkentniſſen eine gewiſſe Form zu geben, welche logiſch heißt, und wodurch die Verſtandeserkentniſſe nur einander und niedrige Regeln andern hoͤhern (deren Bedingung die Bedingung der erſteren in ihrer Sphaͤre befaßt) untergeordnet werden, ſo viel ſich durch die Vergleichung derſelben will bewerkſtelligen laſſen? Dies iſt die Frage, mit der wir uns iezt nur vorlaͤufig beſchaͤftigen. In der That iſt Mannigfaltigkeit der Regeln und Einheit der Principien eine Forderung der Vernunft, um den Verſtand mit ſich ſelbſt in durchgaͤngigen Zuſammenhang zu bringen, ſo wie der Verſtand das Mannigfaltige der Anſchauung unter Begriffe und dadurch iene in Ver