Generating file ...

Die Analytik der Grundſaͤtze. nung iener Gemuͤthskraͤfte gemaͤß, die man unter der weitlaͤuftigen Benennung des Verſtandes uͤberhaupt begreift.

Da gedachte blos formale Logik von allem Inhalte der Erkentniß (ob ſie rein oder empiriſch ſey) abſtrahirt und ſich blos mit der Form des Denkens (der discurſiven Erkentniß) uͤberhaupt beſchaͤftigt: ſo kan ſie in ihrem analytiſchen Theile auch den Canon vor die Vernunft mit befaſſen, deren Form ihre ſichere Vorſchrift hat, die, ohne die beſondere Natur der dabey gebrauchten Erkentniß in Betracht zu ziehen, a priori, durch bloſſe Zergliederung der Vernunfthandlungen in ihre Momente eingeſehen werden kan.

Die transſcendentale Logik, da ſie auf einen beſtimten Inhalt, nemlich blos der reinen Erkentniſſe a priori, eingeſchraͤnkt iſt, kan es ihr in dieſer Eintheilung nicht nachthun. Denn es zeigt ſich: daß der transſcendentale Gebrauch der Vernunft gar nicht obiectiv guͤltig ſey, mithin nicht zur Logik der Wahrheit, d. i. der Analytik gehoͤre, ſondern, als eine Logik des Scheins, einen beſondern Theil des ſcholaſtiſchen Lehrgebaͤudes, unter dem Namen der transſcendentalen Dialectik, erfodere.

Verſtand und Urtheilskraft haben demnach ihren Canon des obiectiv guͤltigen, mithin wahren Gebrauchs, in der transſcendentalen Logik, und gehoͤren alſo in ihren analytiſchen Theil. Allein Vernunft in ihren Verſuchen, uͤber Gegenſtaͤnde a priori etwas auszumachen, und das Erkentniß uͤber die Grenzen moͤglicher Erfahrung zu erweitern,

iſt
I 2