Der Verſtand begraͤnzt demnach die Sinnlichkeit, ohne darum ſein eigenes Feld zu erweitern, und, indem er iene warnet, daß ſie ſich nicht anmaſſe, auf Dinge an ſich ſelbſt zu gehen, ſondern lediglich auf Erſcheinungen, ſo denkt er ſich einen Gegenſtand an ſich ſelbſt, aber nur als transſcendentales Obiect, das die Urſache der Erſcheinung (mithin ſelbſt nicht Erſcheinung) iſt, und weder als Groͤſſe, noch als Realitaͤt, noch als Subſtanz ꝛc. gedacht werden kan, (weil dieſe Begriffe immer ſinnliche Formen, erfordern, in denen ſie einen Gegenſtand beſtimmen) wovon alſo voͤllig unbekant iſt, ob es in uns, oder auch auſſer uns anzutreffen ſey, ob es mit der Sinnlichkeit zugleich aufgehoben werden, oder, wenn wir iene wegnehmen, noch uͤbrig bleiben wuͤrde. Wollen wir dieſes Obiect Noumenon nennen, darum, weil die Vorſtellung von ihm nicht ſinnlich iſt, ſo ſteht dieſes uns frey. Da wir aber keine von unſeren Verſtandesbegriffen darauf anwenden koͤnnen, ſo bleibt dieſe Vorſtellung doch vor uns leer, und dient zu nichts, als die Graͤnzen unſerer ſinnlichen Erkentniß zu