4. Materie und Form. Dieſes ſind zwey Begriffe, welche aller andern Reflexion zum Grunde gelegt werden, ſo ſehr ſind ſie mit iedem Gebrauch des Verſtandes unzertrenlich verbunden. Der erſtere bedeutet das beſtimbare uͤberhaupt, der zweite deſſen Beſtimmung, (beides in transſcendentalem Verſtande, da man von allem Unterſchiede deſſen, was gegeben wird, und der Art, wie es beſtimt wird, abſtrahirt). Die Logiker nanten ehedem das Allgemeine die Materie, den ſpecifiſchen Unterſchied aber die Form. In iedem Urtheile kan man die gegebene Begriffe logiſche Materie (zum Urtheile), das Verhaͤltniß derſelben (vermittelſt der Copula) die Form des Urtheils nennen. In iedem Weſen ſind die Beſtandſtuͤcke deſſelben (eſſentialia) die Materie, die Art, wie ſie in einem Dinge verknuͤpft ſind, die weſentliche Form. Auch wurde in Anſehung der Dinge uͤberhaupt unbegraͤnzte Realitaͤt, als die Materie aller Moͤglichkeit, Einſchraͤnkung derſelben aber (Negation) als dieienige Form angeſehen, wodurch