III. Hauptſt. Von dem Grunde d.
Unterſch. ꝛc.
(ohne wovon ein Praͤdicat zu ſeyn) ſtatt finden kan.
Aber nicht allein, daß ich gar keine Bedingungen weis,
unter welchen denn dieſer logiſche Vorzug irgend einem
Dinge eigen ſeyn werde: ſo iſt auch gar nichts weiter
daraus zu machen, und nicht die mindeſte Folgerung zu
ziehen, weil dadurch gar kein Obiects des Gebrauchs dieſes
Begriffs beſtimt wird, und man alſo gar nicht weis, ob
dieſer uͤberall irgend etwas bedeute. Vom
Begriffe der Urſache wuͤrde ich, (wenn ich die
Zeit weglaſſe, in der etwas auf etwas anderem
nach einer Regel folgt) in der reinen Categorie
nichts weiter finden, als daß es ſo etwas ſey, woraus ſich
auf das Daſeyn eines andern ſchlieſſen laͤßt, und es wuͤrde
dadurch nicht allein Urſache und Wirkung gar nicht von
einander unterſchieden werden koͤnnen, ſondern weil dieſes
Schlieſſenkoͤnnen, doch bald Bedingungen erfordert, von
denen ich nichts weis, ſo wuͤrde der Begriff gar keine
Beſtimmung haben, wie er auf irgend ein Obiect paſſe. Der
vermeinte Grundſatz: alles Zufaͤllige hat eine Urſache, tritt zwar ziemlich gravitaͤtiſch auf, als
habe er ſeine eigene Wuͤrde in ſich ſelbſt. Allein frage
ich: was verſteht ihr unter zufaͤllig, und ihr antwortet,
deſſen Nichtſeyn moͤglich iſt, ſo moͤchte ich gern wiſſen,
woran ihr dieſe Moͤglichkeit des Nichtſeyn erkennen wollt,
wenn ihr euch nicht in der Reihe der Erſcheinungen eine
Succeſſion und in dieſer ein Daſeyn, welches auf das
Nichtſeyn folgt, (oder umgekehrt), mithin einen Wechſel
vorſtellt; denn, daß das Nichtſeyn eines Dinges ſich ſelbſt
nicht wieder