Anhang. Von der Amphibolie der Reflexionsbegriffe durch die Verwechſelung des empiriſchen Verſtandesgebrauchs mit dem transſcendentalen.
Die Ueberlegung (reflexio) hat es nicht mit den Gegenſtaͤnden ſelbſt zu thun, um gerade zu von ihnen Begriffe zu bekommen, ſondern iſt der Zuſtand des Gemuͤths, in welchem wir uns zuerſt dazu anſchicken, um die ſubiective Bedingungen ausfindig zu machen, unter denen wir zu Begriffen gelangen koͤnnen. Sie iſt das Bewuſtſeyn des Verhaͤltniſſes gegebener Vorſtellungen zu unſeren verſchiedenen Erkentnißquellen, durch welches allein ihr Verhaͤltniß unter einander richtig beſtimt werden kan. Die erſte Frage vor aller weitern Behandlung unſerer Vorſtellung iſt die: in welchem Erkentnißvermoͤgen gehoͤren ſie zuſammen? Iſt es der Verſtand, oder ſind es die Sinne, vor denen ſie verknuͤpft, oder verglichen werden? Manches Urtheil wird aus Gewohnheit angenommen, oder durch Neigung geknuͤpft; weil aber keine Ueberlegung vorhergeht, oder wenigſtens critiſch darauf folgt,