III. Abſch. Syſtemat.
Vorſtellung aller ꝛc.
mungen, als uͤberhaupt, zu unſerer geſamten
moͤglichen Erfahrung gehoͤren, und alſo
ein ganz anderes Feld der Materie noch
ſtatt finden koͤnne, kan der Verſtand nicht entſcheiden, er hat es nur mit der
Syntheſis deſſen zu thun, was gegeben iſt. Sonſt
iſt die Armſeligkeit unſerer gewoͤhnlichen Schluͤſſe, wodurch wir ein groſſes Reich
der Moͤglichkeit heraus bringen, davon alles
Wirkliche (aller Gegenſtand der Erfahrung) nur ein
kleiner Theil ſey, ſehr in die Augen fallend. Alles
wirkliche iſt moͤglich; hieraus folgt natuͤrlicher
Weiſe, nach den logiſchen Regeln der Umkehrung, der
blos particulare Satz: einiges Moͤgliche
iſt wirklich, welches denn ſo viel zu bedeuten
ſcheint, als: es iſt vieles moͤglich, was nicht
wirklich iſt. Zwar hat es den Anſchein, als koͤnne
man auch gerade zu die Zahl des Moͤglichen uͤber
die des Wirklichen dadurch hinausſetzen,
weil zu iener noch etwas hinzukommen muß, um dieſe
auszumachen. Allein dieſes Hinzukommen zum
Moͤglichen kenne ich nicht. Denn was uͤber daſſelbe
noch zugeſezt werden ſollte, waͤre unmoͤglich. Es
kan nur zu meinem Verſtande etwas uͤber die
Zuſammenſtimmung mit den formalen Bedingungen der
Erfahrung, nemlich, die Verknuͤpfung mit irgend
einer Wahrnehmung hinzukommen; was aber mit dieſer
nach empiriſchen Geſetzen verknuͤpft iſt, iſt
wirklich, ob es gleich unmittelbar nicht wahrgenommen wird. Daß aber im durchgaͤngigen
Zuſammenhange mit dem, was mir in
der Wahrnehmung gegeben iſt, eine andere Reihe von
Erſcheinungen, mithin mehr