III. Abſch. Syſtemat.
Vorſtellung aller ꝛc.
Daſeyn, gleichwol aber auch alsdenn nur auf
dieienige Exiſtenz kommen kan, die irgendwo in dem
Zuſammenhange der Erfahrung, davon
die gegebene Wahrnehmung ein Theil iſt, enthalten
ſeyn muß: ſo kan die Nothwendigkeit der
Exiſtenz, niemals aus Begriffen, ſondern iederzeit nur aus der Verknuͤpfung mit
demienigen, was wahrgenommen wird, nach allgemeinen
Geſetzen der Erfahrung erkant werden
koͤnnen. Da iſt nun kein Daſeyn, was unter der
Bedingung anderer gegebener Erſcheinungen, als
nothwendig erkant werden koͤnte, als das Daſeyn der
Wirkungen aus gegebenen Urſachen nach Geſetzen der
Cauſſalitaͤt. Alſo iſt es nicht das
Daſeyn der Dinge, (Subſtanzen) ſondern
ihres Zuſtandes, wovon wir allein die
Nothwendigkeit erkennen koͤnnen, und zwar aus
anderen Zuſtaͤnden, die in der Wahrnehmung gegeben
ſind, nach empiriſchen Geſetzen der Cauſſalitaͤt.
Hieraus folgt: daß das Criterium der Nothwendigkeit
lediglich in dem Geſetze der moͤglichen
Erfahrung liege: daß alles, was geſchieht, durch ihre Urſache in der Erſcheinung a priori
beſtimt ſey. Daher erkennen wir nur die
Nothwendigkeit der Wirkungen in der Natur, deren
Urſachen uns gegeben ſind, und das
Merkmal der Nothwendigkeit im Daſeyn
reicht nicht weiter, als das Feld moͤglicher
Erfahrung, und ſelbſt in dieſem gilt es nicht von
der Exiſtenz der Dinge, als Subſtanzen,
weil dieſe niemals, als empiriſche Wirkungen, oder
etwas, das geſchieht, und entſteht, koͤnnen
angeſehen werden. Die Nothwendigkeit betrift