III. Abſch. Syſtemat.
Vorſtellung aller ꝛc.
ſaltus) aber auch in dem
Inbegriff aller empiriſchen Anſchauungen
im Raume alle Luͤcke oder Kluft zwiſchen zwey
Erſcheinungen (non datur
hiatus); denn ſo kan man den Satz ausdruͤcken:
daß in die Erfahrung nichts hinein kommen kan, was
ein vacuum bewieſe, oder auch
nur als einen Theil der empiriſchen Syntheſis
zulieſſe. Denn was das leere betrift, welches man
ſich auſſerhalb dem Felde moͤglicher Erfahrung (der
Welt) denken mag, ſo gehoͤrt dieſes nicht vor die
Gerichtsbarkeit des bloſſen Verſtandes,
welcher nur uͤber die Fragen entſcheidet, die die
Nutzung gegebener Erſcheinungen zur empiriſchen
Erkentniß betreffen, und iſt eine
Aufgabe vor die idealiſche Vernunft, die
noch uͤber die Spaͤhre einer moͤglichen Erfahrung hinausgeht, und von dem urtheilen
will, was dieſe ſelbſt umgiebt und begraͤnzet, muß
daher in der transſcendentalen Dialectik
erwogen werden. Dieſe vier Saͤtze (in mundo non datur hiatus, non datur
ſaltus, non datur caſus, non datur fatum,)
koͤnten wir leicht, ſo wie alle Grundſaͤtze
transſcendentalen Urſprungs, nach ihrer Ordnung,
gemaͤß der Ordnung der Categorien vorſtellig
machen, und iedem ſeine Stelle beweiſen, allein der
ſchon geuͤbte Leſer wird dieſes von ſelbſt thun,
oder den Leitfaden dazu leicht entdecken. Sie
vereinigen ſich aber alle lediglich
dahin, um in der empiriſchen Syntheſis nichts zuzulaſſen, was dem Verſtande und dem
continuirlichen Zuſammenhange aller
Erſcheinungen, d. i. der Einheit ſeiner Begriffe,
Abbruch oder Eintrag thun koͤnte. Denn er iſt