Elementarl. II. Th. I. Abth. II. Buch.
II. Hauptſt.
muͤſſen, und ſtellete ich mir darunter doch
etwas obiectives vor, ſie einen bloſſen Traum
nennen. Alſo iſt das Verhaͤltniß
der Erſcheinungen, (als moͤglicher Wahrnehmungen) nach welchem das Nachfolgende
(was geſchieht) durch etwas vorhergehendes
ſeinem Daſeyn nach nothwendig, und nach einer
Regel in der Zeit beſtimt iſt, mithin das Verhaͤltniß der Urſache zur Wirkung die
Bedingung der obiectiven
Guͤltigkeit unſerer empiriſchen Urtheile, in
Anſehung der Reihe der Wahrnehmungen, mithin
der empiriſchen Wahrheit derſelben, und alſo
der Erfahrung. Der Grundſatz des
Cauſſalverhaͤltniſſes in der Folge der
Erſcheinungen gilt daher auch vor
allen Gegenſtaͤnden der Erfahrung, (unter den
Bedingungen der Succeßion) weil er ſelbſt der
Grund der Moͤglichkeit einer ſolchen Erfahrung
iſt.
Hier aͤuſſert ſich aber noch eine Bedenklichkeit,
die gehoben werden muß. Der Satz der
Cauſſalverknuͤpfung unter den Erſcheinungen
iſt in unſrer Formel auf die Reihenfolge derſelben eingeſchraͤnkt, da es ſich doch
bey dem Gebrauch deſſelben findet, daß er
auch auf ihre Begleitung paſſe, und Urſache
und Wirkung zugleich ſeyn koͤnne. Es iſt z. B.
Waͤrme im Zimmer, die nicht in freyer Luft
angetroffen wird. Ich ſehe mich nach der
Urſache um, und finde einen geheizten Ofen. Nun iſt dieſer, als Urſache, mit
ſeiner Wirkung, der Stubenwaͤrme, zugleich;
alſo iſt hier keine Reihenfolge, der Zeit
nach, zwiſchen Urſache und Wirkung, ſondern
ſie ſind zugleich, und das Geſetz gilt doch. Der
groͤßte