A. Erſte Analogie. Grundſatz der Beharrlichkeit.
Alle Erſcheinungen enthalten das Beharrliche (Subſtanz) als den Gegenſtand ſelbſt, und das Wandelbare, als deſſen bloſſe Beſtimmung, d. i. eine Art, wie der Gegenſtand exiſtirt.
Beweis dieſer erſten Analogie.
Alle Erſcheinungen ſind in der Zeit. Dieſe kan auf zweyfache Weiſe das Verhaͤltniß im Daſeyn derſelben beſtimmen, entweder ſo fern ſie nach einander oder zugleich ſeyn. In Betracht der erſteren, wird die Zeit, als Zeitreihe, in Anſehung der zweyten als Zeitumfang betrachtet.
Unſere Apprehenſion des Mannigfaltigen der Erſcheinung iſt iederzeit ſucceßiv, und iſt alſo immer wechſelnd. Wir koͤnnen alſo dadurch allein niemals beſtimmen, ob dieſes Mannigfaltige, als Gegenſtand der Erfahrung, zugleich ſey, oder nach einander folge, wo an ihr nicht etwas zum Grunde liegt, was iederzeit iſt, d. i. etwas Bleibendes und Beharrliches, von welchem aller Wechſel und Zugleichſeyn nichts, als ſo viel Arten (modi der Zeit) ſeyn, wie das Beharrliche exiſtirt. Nur in dem Beharrlichen ſind alſo Zeitverhaͤltniſſe moͤglich, (denn Simultaneitaͤt und Succeßion ſind die einzige Verhaͤltniſſe in der Zeit),