Dieſe Grundſaͤtze haben das beſondere an ſich, daß ſie nicht die Erſcheinungen, und die Syntheſis ihrer empiriſchen Anſchauung, ſondern blos das Daſeyn, und ihr Verhaͤltniß unter einander, in Anſehung dieſes ihres Daſeyns erwaͤgen. Nun kan die Art, wie etwas in der Erſcheinung apprehendirt wird, a priori dergeſtalt beſtimt ſeyn, daß die Regel ihrer Syntheſis zugleich dieſe Anſchauung a priori in iedem vorliegenden empiriſchen Beyſpiele geben: d. i. ſie daraus zu Stande bringen kan. Allein das Daſeyn der Erſcheinungen kan a priori nicht erkant werden, und, ob wir gleich auf dieſem Wege dahin gelangen koͤnten, auf irgend ein Daſeyn zu ſchlieſſen, ſo wuͤrden wir dieſes doch nicht beſtimt erkennen, d. i. das, wodurch ſeine empiriſche Anſchauung ſich von andern unterſchiede, anticipiren koͤnnen.
Die vorigen zwey Grundſaͤtze, welche ich die mathematiſche nante, in Betracht deſſen, daß ſie die Mathematik auf Erſcheinungen anzuwenden berechtigten, gingen auf Erſcheinungen ihrer bloſſen Moͤglichkeit nach, und lehrten, wie ſie ſo wol ihrer Anſchauung, als dem Realen ihrer Wahrnehmung nach, nach Regeln einer mathematiſchen Syntheſis erzeugt werden koͤnten; daher ſo wol bey der einen, als bey der andern die Zahlgroͤſſen, und, mit ihnen, die Beſtimmung der Erſcheinung als Groͤſſe, gebraucht