Es hat gleichwol dieſe Anticipation der Wahrnehmung etwas vor einen der transſcendentalen gewohnten und dadurch behutſam gewordenen Nachforſcher, immer etwas Auffallendes an ſich, und erregt daruͤber einiges Bedenken, daß der Verſtand einen dergleichen ſynthetiſchen Satz, als der von dem Grad alles Realen in den Erſcheinungen iſt, und mithin der Moͤglichkeit des innern Unterſchiedes der Empfindung ſelbſt, wenn man von ihrer empiriſchen Qualitaͤt abſtrahirt, und es iſt alſo noch eine der Aufloͤſung nicht unwuͤrdige Frage: wie der Verſtand hierin ſynthetiſch uͤber Erſcheinungen a priori ausſprechen, und dieſe ſo gar in demienigen, was eigentlich, und blos empiriſch iſt, nemlich die Empfindung angeht, anticipiren koͤnne.
Die Qualitaͤt der Empfindung iſt iederzeit bloß empiriſch, und kan a priori gar nicht vorgeſtellet werden, (z. B. Farben, Geſchmack ꝛc.). Aber das Reale, was den Empfindungen uͤberhaupt correſpondirt, im Gegenſatz mit der Negation = 0 ſtellet nur Etwas vor, deſſen Begriff an ſich ein Seyn enthaͤlt, und bedeutet nichts als die