Elementarl. II. Th. I. Abth. II. Buch. I. Hauptſt.
Figuren im Raume) ein Product und gleichſam ein Monogram der reinen Einbildungskraft a priori, wodurch und wornach die
Bilder allererſt moͤglich werden, die aber mit dem Begriffe
nur immer vermittelſt des Schema, welches ſie
bezeichnen, verknuͤpft werden muͤſſen, und an ſich
demſelben nicht voͤllig congruiren. Dagegen iſt das Schema eines reinen Verſtandesbegriffs etwas, was in
gar kein Bild gebracht werden kan, ſondern iſt nur die
reine Syntheſis, gemaͤß einer Regel der Einheit
nach Begriffen uͤberhaupt, die die Categorie
ausdruͤkt, und iſt ein transſcendentales Product
der Einbildungskraft, welches die Beſtimmung des
inneren Sinnes uͤberhaupt, nach Bedingungen ihrer Form,
(der Zeit) in Anſehung aller Vorſtellungen, betrift, ſo
fern dieſe der Einheit der Apperception gemaͤß
a priori in einem Begriff
zuſammenhaͤngen ſollten.
Ohne uns nun bey einer trockenen und langweiligen
Zergliederung deſſen, was zu transſcendentalen Schematen
reiner Verſtandesbegriffe uͤberhaupt erfordert wird, aufzuhalten, wollen wir ſie lieber nach der Ordnung
der Categorien und in Verknuͤpfung mit dieſen
darſtellen.
Das reine Bild aller Groͤſſen (quantorum) vor dem aͤuſſern Sinne, iſt der Raum,
aller Gegenſtaͤnde der Sinne aber uͤberhaupt, die Zeit. Das
reine Schema der Groͤſſe aber (quantitatis) als eines Begriffs des Verſtandes, iſt die Zahl,
welche eine Vorſtellung iſt, die die ſucceſſive
Addition von Einem zu Einem (gleichartigen) zuſammenbefaßt. Alſo iſt die Zahl nichts anders, als die
Ein