Das Schema iſt an ſich ſelbſt iederzeit nur ein Product der Einbildungskraft; aber indem die Syntheſis der lezteren keine einzelne Anſchauung, ſondern die Einheit in der Beſtimmung der Sinnlichkeit allein zur Abſicht hat, ſo iſt das Schema doch vom Bilde zu unterſcheiden. So, wenn ich fuͤnf Puncte hinter einander ſetze, . . . . . iſt dieſes ein Bild von der Zahl fuͤnf. Dagegen, wenn ich eine Zahl uͤberhaupt nur denke, die nun fuͤnf oder hundert ſeyn kan, ſo iſt dieſes Denken mehr die Vorſtellung einer Methode, einem gewiſſen Begriffe gemaͤß eine Menge (z. E. Tauſend) in einem Bilde vorzuſtellen, als dieſes Bild ſelbſt, welches ich im leztern Falle ſchwerlich wuͤrde uͤberſehen und mit dem Begriff vergleichen koͤnnen. Dieſe Vorſtellung nun von einem allgemeinen Verfahren der Einbildungskraft, einem Begriff ſein Bild zu verſchaffen, nenne ich das Schema zu dieſem Begriffe.
In der That liegen unſern reinen ſinnlichen Begriffen nicht Bilder der Gegenſtaͤnde, ſondern Schemate zum