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Elementarl. II. Th. I. Abth. II. Buch. Richter, oder ein Staatskundiger kan viel ſchoͤne pathologiſche, iuriſtiſche oder politiſche Regeln im Kopfe haben, in dem Grade, daß er ſelbſt darin ein gruͤndlicher Lehrer werden kan, und wird dennoch in der Anwendung derſelben leicht verſtoſſen, entweder, weil es ihm an natuͤrlicher Urtheilskraft (obgleich nicht am Verſtande) mangelt, und er zwar das Allgemeine in abſtracto einſehen, ob ein Fall in concreto darunter gehoͤre, nicht unterſcheiden kan, oder auch darum, weil er nicht genug durch Beyſpiele und wirkliche Geſchaͤfte zu dieſem Urtheile abgerichtet worden. Dieſes iſt auch der einige und groſſe Nutzen der Beyſpiele: daß ſie die Urtheilskraft ſchaͤrfen. Denn was die Richtigkeit und Praͤciſion der Verſtandeseinſicht betrift, ſo thun ſie derſelben vielmehr gemeiniglich einigen Abbruch, weil ſie nur ſelten die Bedingung der Regel adaͤquat erfuͤllen, (als caſus in terminis) und uͤberdem dieienige Anſtrengung des Verſtandes oftmals ſchwaͤchen, Regeln im Allgemeinen, und unabhaͤngig von den beſonderen Umſtaͤnden der Erfahrung, nach ihrer Zulaͤnglichkeit, einzuſehen, und ſie daher zulezt mehr wie Formeln, als Grundſaͤtze zu gebrauchen angewoͤhnen. So ſind Beyſpiele der Gaͤngelwagen der Urtheilskraft, welchen derienige, dem es am natuͤrlichen Talent deſſelben mangelt, niemals entbehren kan.

Ob

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nem (der ſecunda Petri) zu fehlen pflegt, ſo iſt es nichts ungewoͤhnliches, ſehr gelehrte Maͤnner anzutreffen, die, im Gebrauche ihrer Wiſſenſchaft, ienen nie zu beſſernden Mangel haͤufig blicken laſſen.
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nem (der ſecunda Petri) zu fehlen pflegt, ſo iſt es nichts ungewoͤhnliches, ſehr gelehrte Maͤnner anzutreffen, die, im Gebrauche ihrer Wiſſenſchaft, ienen nie zu beſſernden Mangel haͤufig blicken laſſen.