Indeſſen kan man von dieſen Begriffen, wie von allem Erkentniß, wo nicht das Principium ihrer Moͤglichkeit, doch die Gelegenheitsurſachen ihrer Erzeugung in der Erfahrung aufſuchen, wo alsdenn die Eindruͤcke der Sinne den erſten Anlaß geben, die ganze Erkentnißkraft in Anſehung ihrer zu eroͤfnen, und Erfahrung zu Stande zu bringen, die zwey ſehr ungleichartige Elemente enthaͤlt, nemlich, eine Materie zur Erkentniß aus den Sinnen, und eine gewiſſe Form, ſie zu ordnen, aus dem innern Quell des reinen Anſchauens und Denkens, die, bey Gelegenheit der erſteren, zuerſt in Ausuͤbung gebracht werden, und Begriffe hervorbringen. Ein ſolches Nachſpuͤhren der erſten Beſtrebungen unſerer Erkentnißkraft, um von einzelnen Wahrnehmungen zu allgemeinen Begriffen zu ſteigen, hat ohne Zweifel ſeinen groſſen Nutzen, und man hat es dem beruͤhmten Locke zu verdanken, daß er dazu zuerſt den Weg eroͤfnet hat. Allein eine Deduction der reinen Begriffe a priori komt dadurch niemals zu Stande, denn ſie liegt ganz und gar nicht auf dieſem Wege, weil in Anſehung ihres kuͤnftigen Gebrauchs, der von der Erfahrung gaͤnzlich unabhaͤngig ſeyn ſoll, ſie einen ganz andern Geburtsbrief, als den der Abſtammung von Erfahrungen, muͤſſen aufzuzeigen haben. Dieſe verſuchte