Wir haben alſo eine reine Einbildungskraft, als ein Grundvermoͤgen der menſchlichen Seele, das aller Erkentniß a priori zum Grunde liegt. Vermittelſt deren bringen wir das Mannigfaltige der Anſchauung einerſeits, und mit der Bedingung der nothwendigen Einheit der reinen Apperception andererſeits in Verbindung. Beyde aͤuſſerſte Enden, nemlich Sinnlichkeit und Verſtand, muͤſſen vermittelſt dieſer transſcendentalen Function der Einbildungskraft nothwendig zuſammenhaͤngen; weil iene ſonſt zwar Erſcheinungen, aber keine Gegenſtaͤnde eines empiriſchen Erkentniſſes, mithin keine Erfahrung geben wuͤrden. Die wirkliche Erfahrung, welche aus der Apprehenſion, der Aſſociation, (der Reproduction,) endlich der Recognition der Erſcheinungen beſteht, enthaͤlt in der letzte