Die Einheit der Apperception in Beziehung auf die Syntheſis der Einbildungskraft iſt der Verſtand, und eben dieſelbe Einheit, beziehungsweiſe auf die transſcendentale Syntheſis der Einbildungskraft, der reine Verſtand. Alſo ſind im Verſtande reine Erkentniſſe a priori, welche die nothwendige Einheit der reinen Syntheſis der Einbildungskraft, in Anſehung aller moͤglichen Erſcheinungen, enthalten. Dieſes ſind aber die Categorien, d. i. reine Verſtandesbegriffe, folglich enthaͤlt die empiriſche Erkentnißkraft des Menſchen nothwendig einen Verſtand, der ſich auf alle Gegenſtaͤnde der Sinne, obgleich nur vermittelſt der Anſchauung, und der Syntheſis derſelben durch Einbildungskraft bezieht, unter welchen alſo alle Erſcheinungen, als Data zu einer moͤglichen Erfahrung ſtehen. Da nun dieſe Beziehung der Erſcheinungen auf moͤgliche Erfahrung ebenfals nothwendig iſt, (weil wir ohne dieſe gar keine Erkentniß durch ſie bekommen wuͤrden, und ſie uns mithin gar nichts angingen) ſo folgt, daß der reine Verſtand, vermittelſt der Categorien, ein formales und ſynthetiſches Principium aller Erfahrungen ſey, und die Erſcheinungen eine nothwendige Beziehung auf den Verſtand haben.
Jezt wollen wir den nothwendigen Zuſammenhang des Verſtandes mit den Erſcheinungen vermittelſt der Categorien dadurch vor Augen legen, daß wir von unten auf, nemlich dem Empiriſchen anfangen. Das erſte, was uns