Daß die Natur ſich nach unſerm ſubiectiven Grunde der Apperception richten, ia gar davon in Anſehung ihrer Geſetzmaͤſſigkeit abhangen ſolle, lautet wol ſehr widerſinniſch und befremdlich. Bedenket man aber, daß dieſe Natur an ſich nichts als ein Inbegriff von Erſcheinungen, mithin kein Ding an ſich, ſondern blos eine Menge von Vorſtellungen des Gemuͤths ſey, ſo wird man ſich nicht wundern, ſie blos in dem Radicalvermoͤgen aller unſrer Erkentniß, nemlich der transſcendentalen Apperception, in derienigen Einheit zu ſehen, um deren willen allein ſie Obiect aller moͤglichen Erfahrung, d. i. Natur heiſſen kan; und daß wir auch eben darum dieſe Einheit a priori, mithin auch als nothwendig erkennen koͤnnen, welches wir wol muͤſten unterwegens laſſen, waͤre ſie unabhaͤngig von den erſten Quellen unſeres Denkens an ſich gegeben. Denn da wuͤſte ich nicht, wo wir die ſynthetiſche Saͤtze einer ſolchen allgemeinen Natureinheit hernehmen ſollten, weil man ſie auf ſolchen Fall von den Gegenſtaͤnden der Natur ſelbſt entlehnen muͤßte. Da dieſes aber nur empiriſch geſchehen koͤnte: ſo wuͤrde daraus keine andere, als blos zufaͤllige Einheit gezogen werden koͤnnen, die aber bey weitem an den nothwendigen Zuſammenhang nicht reicht, den man meint, wenn man Natur nennt