Einheit der Syntheſis nach empiriſchen Begriffen wuͤrde ganz zufaͤllig ſeyn und, gruͤndeten dieſe ſich nicht auf einen transſcendentalen Grund der Einheit, ſo wuͤrde es moͤglich ſeyn, daß ein Gewuͤhle von Erſcheinungen unſere Seele anfuͤllete, ohne daß doch daraus iemals Erfahrung werden koͤnte. Alsdenn fiele aber auch alle Beziehung der Erkentniß auf Gegenſtaͤnde weg, weil ihr die Verknuͤpfung nach allgemeinen und nothwendigen Geſetzen mangelte, mithin wuͤrde ſie zwar gedankenloſe Anſchauung, aber niemals Erkentniß, alſo fuͤr uns ſo viel als gar nichts ſeyn.
Die Bedingungen a priori einer moͤglichen Erfahrung uͤberhaupt ſind zugleich Bedingungen der Moͤglichkeit der Gegenſtaͤnde der Erfahrung. Nun behaupte ich: die eben angefuͤhrte Categorien ſind nichts anders, als die Bedingungen des Denkens in einer moͤglichen Erfahrung, ſo wie Raum und Zeit die Bedingungen der Anſchauung zu eben derſelben enthalten. Alſo ſind iene auch Grundbegriffe, Obiecte uͤberhaupt zu den Erſcheinungen zu denken, und haben alſo a priori obiective Guͤltigkeit; welches dasienige war, was wir eigentlich wiſſen wollten.
Die Moͤglichkeit aber, ia ſo gar die Nothwendigkeit dieſer Categorien beruhet auf der Beziehung, welche die geſamte Sinnlichkeit, und mit ihr auch alle moͤgliche Erſcheinungen, auf die urſpruͤngliche Apperception haben, in welcher alles nothwendig den Bedingungen der durchgaͤngigen Einheit des Selbſtbewuſtſeyns gemaͤß ſeyn, d. i.