Nun koͤnnen keine Erkentniſſe in uns ſtatt finden, keine Verknuͤpfung und Einheit derſelben unter einander, ohne dieienige Einheit des Bewuſtſeyns, welche vor allen Datis der Anſchauungen vorhergeht, und, worauf in Beziehung, alle Vorſtellung von Gegenſtaͤnden allein moͤglich iſt. Dieſes reine urſpruͤngliche, unwandelbare Bewuſtſeyn will ich nun die transſcendentale Apperception nennen. Daß ſie dieſen Namen verdiene, erhellet ſchon daraus: daß ſelbſt die reineſte obiective Einheit, nemlich die der Begriffe a priori (Raum und Zeit) nur durch Beziehung der Anſchauungen auf ſie moͤglich ſeyn. Die numeriſche Einheit dieſer Apperception liegt alſo a priori allen Begriffen eben ſo wol zum Grunde, als die Mannigfaltigkeit des Raumes und der Zeit den Anſchauungen der Sinnlichkeit.