Und hier iſt es denn nothwendig, ſich daruͤber verſtaͤndlich zu machen, was man denn unter dem Ausdruck eines Gegenſtandes der Vorſtellungen meine. Wir haben oben geſagt: daß Erſcheinungen ſelbſt nichts als ſinnliche Vorſtellungen ſind, die an ſich, in eben derſelben Art, nicht als Gegenſtaͤnde (auſſer der Vorſtellungskraft) muͤſſen angeſehen werden. Was verſteht man denn, wenn man von einem der Erkenntniß correſpondirenden, mithin auch davon unterſchiedenen Gegenſtande redet? Es iſt leicht einzuſehen, daß dieſer Gegenſtand nur als etwas uͤberhaupt = X muͤſſe gedacht werden, weil wir auſſer unſerer Erkentniß doch nichts haben, welches wir dieſer Erkentniß als correſpondirend gegen uͤber ſetzen koͤnten.
Wir finden aber, daß unſer Gedanke von der Beziehung aller Erkentniß auf ihren Gegenſtand etwas von Nothwendigkeit bey ſich fuͤhre, da nemlich dieſer als dasienige angeſehen wird, was dawider iſt, daß unſere Erkentniſſe nicht aufs Gerathewohl, oder beliebig, ſondern a priori auf gewiſſe Weiſe beſtimt ſeyn, weil, indem ſie ſich auf einen Gegenſtand beziehen ſollen, ſie auch nothwendiger Weiſe in Beziehung auf dieſen unter einander uͤber