Elementarl. II. Th. I. Abth. I. Buch. I. Hauptſt.
das Antecedens im Oberſatze problematiſch, im
Unterſatze aſſertoriſch vorkomt, und zeigt an, daß der
Satz mit dem Verſtande nach deſſen Geſetzen ſchon
verbunden ſey, der apodictiſche Satz denkt ſich den
aſſertoriſchen durch dieſe Geſetze des
Verſtandes ſelbſt beſtimt, und daher
a priori behauptend, und druͤckt
auf ſolche Weiſe logiſche Nothwendigkeit aus. Weil nun
hier alles ſich gradweiſe dem Verſtande einverleibt, ſo
daß man zuvor etwas problematiſch urtheilt,
darauf auch wohl es aſſertoriſch als wahr annimt,
endlich als unzertrennlich mit dem Verſtande
verbunden, d. i. als nothwendig und apodictiſch behauptet, ſo kan man dieſe drey Functionen
der Modalitaͤt auch ſo viel Momente des Denkens
uͤberhaupt nennen.
Des
Leitfadens der Entdeckung aller
reinen
Verſtandesbegriffe
Dritter Abſchnitt. Von den
reinen Verſtandesbegriffen
oder Categorien.
Die allgemeine Logik abſtrahirt,
wie mehrmalen ſchon geſagt worden, von allem Inhalt der
Erkentniß, und erwartet, daß ihr anderwerts, woher es
auch ſey, Vorſtellungen gegeben werden, um dieſe zuerſt
in Begriffe zu verwandeln, welches analytiſch zugehet.
Dagegen hat die transſcendentale Logik ein
Mannigfaltiges der Sinnlichkeit a priori vor ſich liegen, welches
die transſcendentale
Aeſthe