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II. Abſchn. Von der log. Function in Urtheilen. Seele im mindeſten waͤchſt, und beiahend beſtimt wird. Dieſe unendliche Urtheile alſo in Anſehung des logiſchen Umfanges ſind wirklich blos beſchraͤnkend in Anſehung des Inhalts der Erkentnis uͤberhaupt, und in ſo fern muͤſſen ſie in der transſcendentalen Tafel aller Momente des Denkens in den Urtheilen nicht uͤbergangen werden, weil die hierbey ausgeuͤbte Function des Verſtandes vielleicht in dem Felde ſeiner reinen Erkentniß a priori wichtig ſeyn kan.

3. Alle Verhaͤltniſſe des Denkens in Urtheilen ſind die a) des Praͤdicats zum Subiect b) des Grundes zur Folge c) der eingetheilten Erkentniß und der geſamleten Glieder der Eintheilung unter einander. In der erſteren Art der Urtheile ſind nur zwey Begriffe, in der zweyten zweene Urtheile, in der dritten mehrere Urtheile im Verhaͤltniß gegen einander betrachtet. Der hypothetiſche Satz: wenn eine vollkommene Gerechtigkeit da iſt, ſo wird der beharrlich boͤſe beſtraft, enthaͤlt eigentlich das Verhaͤltniß zweyer Saͤtze: Es iſt eine vollkommene Gerechtigkeit da, und der beharrlich boͤſe wird beſtraft. Ob beyde dieſer Saͤtze an ſich wahr ſeyn, bleibt hier unausgemacht. Es iſt nur die Conſequenz, die durch dieſes Urtheil gedacht wird. Endlich enthaͤlt das disiunctive Urtheil ein Verhaͤltniß zweener, oder mehreren Saͤtze gegen einander, aber nicht der Abfolge, ſondern der logiſchen Entgegenſetzung, ſo fern die Sphaͤre des einen die des andern ausſchließt, aber doch zugleich der Gemeinſchaft, in ſo fern ſie zuſammen die Sphaͤre der eigentlichen Erkentniß ausfuͤllen, alſo ein

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