Elementarl. II. Th. I. Abth. I. Buch. I. Hauptſt.
werden, wenn ſie gleich in der allgemeinen Logik
ienen mit Recht beygezaͤhlt ſind, und kein beſonderes
Glied der Eintheilung ausmachen. Dieſe nemlich
abſtrahirt von allem Inhalt des Praͤdicats (ob es
gleich verneinend iſt) und ſieht nur darauf, ob
daſſelbe dem Subiect beygelegt, oder ihm entgegen
geſezt werde. Jene aber betrachtet das Urtheil auch
nach dem Werthe oder Inhalt dieſer logiſchen Beiahung
vermittelſt eines blos verneinenden Praͤdicats, und was
dieſe in Anſehung des geſamten Erkentniſſes fuͤr einen
Gewinn verſchaft. Haͤtte ich von der Seele geſagt, ſie
iſt nicht ſterblich, ſo haͤtte ich durch ein
verneinendes Urtheil wenigſtens einen Irrthum
abgehalten. Nun habe ich durch den Satz: die Seele iſt
nicht ſterblich, zwar der logiſchen Form nach wirklich
beiahet, indem ich die Seele in den unbeſchraͤnkten
Umfang der Nichtſterbenden Weſen ſetze. Weil nun von
dem ganzen Umfange moͤglicher Weſen das
Sterbliche einen Theil enthaͤlt, das Nichtſterbliche aber den andern, ſo iſt durch meinen Satz
nichts anders geſagt, als daß die Seele eine von der
unendlichen Menge Dinge ſey, die uͤbrig
bleiben, wenn ich das ſterbliche insgeſamt wegnehme.
Dadurch aber wird nur die unendliche Sphaͤre alles
Moͤglichen in ſo weit beſchraͤnkt, daß das Sterbliche
davon abgetrent, und in dem uͤbrigen Raum
ihres Umfangs die Seele geſezt wird. Dieſer Raum bleibt
aber bey dieſer Ausnahme noch immer unendlich, und koͤnnen noch mehrere Theile deſſelben
weggenommen werden, ohne daß darum der
Begriff von der