Die zweite wichtige Angelegenheit unſerer tranſcendentalen Aeſthetik iſt, daß ſie nicht blos als ſcheinbare Hypotheſe einige Gunſt erwerbe, ſondern ſo gewiß und ungezweifelt ſey, als iemals von einer Theorie gefordert werden kan, die zum Organon dienen ſoll. Um dieſe Gewisheit voͤllig einleuchtend zu machen, wollen wir irgend einen Fall waͤhlen, woran deſſen Guͤltigkeit augenſcheinlich werden kan.
Setzet demnach Raum und Zeit ſeyen an ſich ſelbſt obiectiv und Bedingungen der Moͤglichkeit der Dinge an ſich ſelbſt, ſo zeigt ſich erſtlich: daß von beyden a priori apodictiſche und ſynthetiſche Saͤtze in großer Zahl vornemlich vom Raum vorkommen, welchen wir darum vorzuͤglich hier zum Beyſpiel unterſuchen wollen. Da die Saͤtze der Geometrie ſynthetiſch a priori, und mit apodictiſcher